Schnackseln wie ein echter Wiener Schönbrunn (c) STADTBEKANNT Patricia Fontanesi
Staatsbesuche

Im 15. Jahrhundert war es üblich, dass Dirnen bei Staatsbesuchen und königlichen Empfängen hübsch gekleidet Blumen streuten, Getränke servierten und sich auch anderswertig um das leibliche Wohl der Gäste kümmerten. Für die Entlohnung in Form von Kleidern, Perlen oder Geld kam die Stadt Wien großzügig auf.



Emilie Turecek

Wie Wiener Volkssängerin Emilie Turecek (1848-1889) alias „Fiaker-Milli“ machte nicht nur mit ihren schlüpfrig-humorvollen Liedern Wien unsicher, sondern imponierte auch mit ihrem für damals ungewohnt sexy Auftreten: Bevorzugt trug sie ein Reitkostüm mit kurzer Hose, inklusive Gerte und und Stiefeln. Für dieses eigentlich untersagte „Tragen von Männerkleidung“ musste sie sich eine polizeiliche Bewilligung holen.


Schnackseln wie ein echter Wiener Skyline Wien (c) STADTBEKANNT Patricia Fontanesi
Prostituierte in Wien

Um nicht als Prostituierte verhaftet zu werden, tarnten sich im Wien der Jahrhundertwende viele Vorstadt-Dirnen mit Notenblättern in der Hand. So konnten sie bei einer Polizeikontrolle behaupten, sie seien Sängerinnen – und das war ja schließlich nicht verboten.



Wolfgang Amadeus Mozart

Eigentlich sind BHs ja dazu da, um die weibliche Brust zu stützen – dass sie aber durchaus auch musikalisch sein können, beweist jenes Modell der japanischen Firma Sakoda, das 1991 anlässlich des 200. Todestages von Wolfgang Amadeus Mozart erschien. Öffnet man nämlich den BH-Verschluss, ertönt aus integrierten Mikrolautsprechern „Eine kleine Nachtmusik“ … Wirklich romantisch.


Hotel Orient (c) STADTBEKANNT
Stundenhotel

Viele Wiener Hotels, die feinsten nicht ausgenommen, verdienten sich mit der Vermietung von Zimmern an käufliche Damen oder liebeshungrige Paare ein Zubrot. So auch das Sacher. Berühmt-berüchtigt und bald nur noch auf diesen Daseinszweck beschränkt etablierte sich am Tiefen Graben das Hotel Orient als Luxus-Stundenhotel.



Sünden im Beichstuhl

Um die gängige Praxis zu unterbinden, dass Prostituierte Kapellen und Beichtstühle „geschäftlich“ nutzten, ließ Maria Theresia diese geistlichen Räumlichkeiten bei Einbruch der Nacht absperren.



Narrenkötterl

Wer sich im Wien des 16. und 17. Jahrhunderts daneben benahm und bei Raufhandel, Trunkenheit oder „Unzucht“ ertappt wurde, wurde öffentlich in einen metallenen Käfig namens „Narrenkötterl“ gesperrt und anschließend vom Mob mit Unrat beworfen. Besonders oft erwischte es Prostituierte und junge Mädchen.



Hurensohn

Der Babenberger Herzog Leopold V. ließ nicht mit sich spaßen, was den Gebrauch derber Worte angeht: Wer im 12. Jahrhundert einen anderen einen „Hurensohn“ schimpfte, musste mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.


Füße U-Bahn Terrasse 1050 (c) STADTBEKANNT
Wiener Fuß

Der Wiener Fuß wurde am 17. Februar 1872 durch den Meter abgelöst. Seine Länge entsprach 0,316081 Metern.


Hamburg Häuser (c) STADTBEKANNT
Gebt Witwen ein Zuhause

Die Krameramtsstuben gelten als die älteste geschlossene Reihenhaussiedlung der Welt. Sie wurden zwischen 1620 und 1700 erbaut. Im Jahr 1670 kaufte das Krameramt die bereits bestehenden Wohnungen, um hier zwanzig Witwenwohnungen einzurichten.


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