Maria Theresia Statue (c) STADTBEKANNT

Keuschheitskommission

Kaiserin Maria Theresia unterstand eine sogenannte „Keuschheitskommission“, die per Bespitzelung über die Sittlichkeit der Bevölkerung wachte und Übeltäter einer strengen Strafe überführte. Kein Wunder, dass es in diesem System auch ordentlich korrupt zugehen konnte: So kam es öfters vor, dass sich ein Keuschheitskommissar mit einer Dirne verbündete. Die Dirne verführte einen wohlhabenden Freier, der Kommissar ertappte in flagranti und erpresste, der Freier zahlte, um seinen Ruf zu wahren, der Erlös wurde zwischen Kommissar und Dirne aufgeteilt. Perfide!


Schnackseln wie ein echter Wiener Schönbrunn (c) STADTBEKANNT Patricia Fontanesi

Staatsbesuche

Im 15. Jahrhundert war es üblich, dass Dirnen bei Staatsbesuchen und königlichen Empfängen hübsch gekleidet Blumen streuten, Getränke servierten und sich auch anderswertig um das leibliche Wohl der Gäste kümmerten. Für die Entlohnung in Form von Kleidern, Perlen oder Geld kam die Stadt Wien großzügig auf.


Dessous Avenue BHs (c) STADTBEKANNT Kerschbaumer

Wolfgang Amadeus Mozart

Eigentlich sind BHs ja dazu da, um die weibliche Brust zu stützen – dass sie aber durchaus auch musikalisch sein können, beweist jenes Modell der japanischen Firma Sakoda, das 1991 anlässlich des 200. Todestages von Wolfgang Amadeus Mozart erschien. Öffnet man nämlich den BH-Verschluss, ertönt aus integrierten Mikrolautsprechern „Eine kleine Nachtmusik“ … Wirklich romantisch.


Hotel Orient (c) STADTBEKANNT

Stundenhotel

Viele Wiener Hotels, die feinsten nicht ausgenommen, verdienten sich mit der Vermietung von Zimmern an käufliche Damen oder liebeshungrige Paare ein Zubrot. So auch das Sacher. Berühmt-berüchtigt und bald nur noch auf diesen Daseinszweck beschränkt etablierte sich am Tiefen Graben das Hotel Orient als Luxus-Stundenhotel.


Wiener Stephansdom (c) Nohl stadtbekannt.at

Sünden im Beichstuhl

Um die gängige Praxis zu unterbinden, dass Prostituierte Kapellen und Beichtstühle „geschäftlich“ nutzten, ließ Maria Theresia diese geistlichen Räumlichkeiten bei Einbruch der Nacht absperren.



Narrenkötterl

Wer sich im Wien des 16. und 17. Jahrhunderts daneben benahm und bei Raufhandel, Trunkenheit oder „Unzucht“ ertappt wurde, wurde öffentlich in einen metallenen Käfig namens „Narrenkötterl“ gesperrt und anschließend vom Mob mit Unrat beworfen. Besonders oft erwischte es Prostituierte und junge Mädchen.



Hurensohn

Der Babenberger Herzog Leopold V. ließ nicht mit sich spaßen, was den Gebrauch derber Worte angeht: Wer im 12. Jahrhundert einen anderen einen „Hurensohn“ schimpfte, musste mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.



Austrian International School of Sex

Junge Männer und Frauen zu perfekten Liebhabern und wahren Könnern im Bett ausbilden – das war das Ziel der Austrian International School of Sex (AISOS). Die stolze Studiengebühr: 1.400,- Euro pro Semester. Die Lehrinhalte: praxis- und hautnah wie nur was. Eigentlich schade, dass der sexy Lehrgang nie real existierte, sondern „nur“ eine geschickt medial verbreitete Protestaktion gegen zu niedrige Pensionen war.



Verjüngungskur

Der Vorarlberger Arzt Eugen Steinach (1861-1944) meinte, mittels Unterbindung des Samenleiters (Sterilisation) den männlichen Alterungsprozess verzögern zu können. Berühmte Patienten dieser „Verjüngungskur“: Der Wiener Psychiater Sigmund Freud und der irische Dichter W. B. Yeats. Auch Hodentransplantationen – unter anderem mit Affenhoden – wurden zu der Zeit gemeinhin als Verjüngungskur beworben.



Isabella von Parma

Kaiser Joseph II. liebte seine Gattin Isabella von Parma. Diese jedoch fühlte sich eher zu ihrem Geschlecht hingezogen und unterhielt eine innige Affäre mit Josephs Schwester Maria Christina. In Liebesbriefen vergötterten sich die Aristokratinnen gegenseitig. So schrieb Isabella an Maria Christina: „Allerliebster Schatz (…) ich küsse dein erzenglisches Arscherl…“ Elegant!


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